Make: Der unterschätzte Gamechanger für SaaS-Unternehmen und Digitalagenturen

Veröffentlicht am 25.09.2025
Lesezeit: 4 Minuten
#Automatisierung #SaaS #DigitalAgentur #NoCode #APIs
Make: Der unterschätzte Gamechanger für SaaS-Unternehmen und Digitalagenturen

Make: Der unterschätzte Gamechanger für SaaS-Unternehmen und Digitalagenturen

Automatisierung ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern für viele SaaS-Teams und Digitalagenturen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Doch während Tools wie Zapier oder n8n immer wieder im Rampenlicht stehen, bleibt Make (ehemals Integromat) oft im Schatten. Zu Unrecht, wenn man bedenkt, wie flexibel, skalierbar und leistungsstark die Plattform ist – insbesondere für technisch versierte Teams, die mehr als nur Standard-Automatisierungen benötigen.

Was macht Make so besonders?

Make ist eine Automatisierungsplattform, die es ermöglicht, Prozesse zwischen SaaS-Tools, Datenbanken und Web-Apps visuell und flexibel zu verknüpfen. Im Gegensatz zu klassischen Workflow-Automatisierern setzt Make auf ein modulares, API-zentriertes System, das sich wie ein digitales Lego für Geschäftsprozesse anfühlt.

  • Visuelle Workflows: Mit einem intuitiven Drag-&-Drop-Interface werden selbst komplexe Abläufe übersichtlich abgebildet.
  • Feingranulare Steuerung: Bedingungen, Schleifen, Variablen und Fehlerbehandlung sind nativ integriert.
  • API-first: Make versteht sich hervorragend mit REST-APIs und Webhooks, was gerade für SaaS-Produkte und Agenturen enorme Möglichkeiten eröffnet.
  • Skalierbarkeit: Von Ein-Mann-Agenturen bis zu Enterprise-SaaS – Make wächst mit und bleibt dabei preislich attraktiv.

Praktische Use Cases aus der SaaS- und Agenturwelt

Die Möglichkeiten, die Make bietet, sind nahezu grenzenlos. Hier einige Beispiele aus dem Alltag:

  • Kundensupport-Automatisierung: Automatisiertes Routing neuer Support-Tickets aus verschiedenen Kanälen (E-Mail, Chat, Social Media) ins interne CRM, inkl. Priorisierung und Eskalation.
  • Lead-Generierung & Nurturing: Leads werden automatisch aus Formularen gesammelt, angereichert (z.B. mit LinkedIn-Profildaten), segmentiert und an das Vertriebsteam weitergeleitet.
  • Billing & Buchhaltung: Automatischer Abgleich von Rechnungen zwischen Abosystem, Buchhaltungssoftware und Steuerberater – alles ohne einen Finger zu rühren.
  • Monitoring von SaaS-Health: Make kann automatisch Statusberichte aus verschiedenen Systemen sammeln, auswerten und bei Auffälligkeiten Warnungen verschicken (inkl. Slack, E-Mail oder sogar SMS).
  • Agenturinterne Prozesse: Projekte, Aufgaben und Zeiterfassung werden zentralisiert und lückenlos zwischen Tools wie Asana, Jira und Google Sheets synchron gehalten.

Warum Make für die Zukunft von Agenturen und SaaS entscheidend ist

Die nächsten Jahre werden für die Digitalwirtschaft entscheidend. Bereits heute stehen viele Agenturen und SaaS-Anbieter unter Druck, effizienter zu werden und mit immer komplexeren Tool-Landschaften Schritt zu halten. Hier kann Make eine Schlüsselrolle spielen – und zwar nicht nur 2024 oder 2025, sondern auch mit Blick auf 2030 und darüber hinaus.

1. Hyperautomatisierung als Standard (bis 2030)

Bis 2030 wird Automatisierung nicht mehr nur ein „Add-on“ sein, sondern zum Standard für alle digitalen Geschäftsmodelle gehören. Der Trend geht klar in Richtung Hyperautomatisierung: Jeder wiederkehrende Prozess wird automatisiert, um Kosten zu senken und menschliche Ressourcen für kreative Aufgaben freizusetzen. Make bietet hier den Vorteil, nicht nur einfache Aufgaben, sondern auch komplexe, unternehmensweite Prozesse abbilden zu können.

2. No-Code & Pro-Code verschmelzen

Spätestens ab 2030 erwarten wir eine vollständige Verschmelzung von No-Code- und Pro-Code-Welten. Make ist dafür prädestiniert: Business-Teams können einfache Automatisierungen selbst bauen, Entwickler können über die integrierten API-Module und eigene Skripte nahezu alles individualisieren. So entsteht ein kollaboratives Ökosystem, das die Silos zwischen Fachbereichen und IT endgültig auflöst.

3. Wettbewerbsvorteil durch Integration

Die Fähigkeit, verschiedene SaaS-Tools und Datenquellen ohne Reibungsverluste zu integrieren, wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Agenturen, die bereits heute mit Make experimentieren und ihre Prozesse optimieren, werden in den 2030er Jahren deutlich agiler, produktiver und attraktiver für anspruchsvolle Kunden sein.

Tipps für den Einstieg mit Make

Der Start mit Make ist einfacher als viele denken. Hier ein paar praxiserprobte Tipps für SaaS-Unternehmer und Agenturinhaber:

  • Klein anfangen: Identifizieren Sie einen manuellen, zeitraubenden Prozess und automatisieren Sie ihn mit Make. Der Aha-Effekt kommt schnell!
  • Community nutzen: Die Make-Community ist aktiv, hilfreich und teilt regelmäßig Vorlagen und Best Practices.
  • APIs verstehen: Ein Grundverständnis von APIs zahlt sich aus – je besser die Schnittstellenkenntnis, desto mehr holen Sie aus Make heraus.
  • Iterativ optimieren: Automatisierungen sind nie fertig – prüfen Sie regelmäßig, wo noch Optimierungspotenzial besteht.
  • Sicherheit & Compliance: Gerade bei sensiblen Daten lohnt sich ein Blick auf Datenschutz und Zugriffsrechte in Make.

Fazit: Make als Schlüssel zur digitalen Zukunft

Automatisierung ist mehr als nur ein Buzzword – sie ist der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der digitalen Wirtschaft. Make bietet die richtigen Werkzeuge, um diese Transformation nicht nur zu begleiten, sondern aktiv mitzugestalten. Wer heute in smarte Automatisierung investiert, ist morgen (und 2030) der Konkurrenz einen entscheidenden Schritt voraus. Es lohnt sich, Make nicht länger zu unterschätzen.

Hannes Fehre

Über den Autor

Ich bin Hannes Fehre, Gründer von BootHtml. Seit 2020 teile ich mein umfangreiches Technik-Wissen und unterstütze Unternehmen bei der digitalen Transformation. Mit My-Coach-Finder als eigenden erfolgreichen SaaS-Unternehmen. Und einer Passion für innovative SaaS-Lösungen helfe ich Ihnen, Ihr Business auf das nächste Level zu heben.